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Handydusche, Weinfest, Motorradausflug, Flugplatzgrillen

Der freitägliche Nachmittag begann schon mal etwas chaotisch, da ich aus Versehen mein Mobiltelefon duschte. Das bekam selbigem weniger gut als mir. Blöderweise habe ich sämtliche Kontakte im Telefonspeicher und nicht auf der SIM-Karte gespeichert. Erreichbar musste ich auch sein, da der angekündigte Besuch sich möglicherweise verfahren könnte und ich per Telefon lotsen hätte müssen. Also schnell die Karte ins alte Handy meiner Mutter eingesteckt, dass ich wenigstens erreichbar bin. Nachdem ich mein frisch geduschtes Handy dann trocken gefönt hatte, lies es sich glücklicherweise wieder reaktivieren.
Wie bereits erwähnt bekam ich freitag abend also Besuch. Nachdem wir zusammen noch einige Kleinigkeiten erledigt und ein EKG konfiguriert hatten, machten wir uns per pedes auf den Weg Richtung Andergasse. Gleiches taten noch eine ganze Menge andere Menschen.

In der Andergasse angekommen trafen wir uns mit einer Bekannten und deren Freunden, mit welchen wir uns den ersten Schoppen Weisherbstschorle kauften. Im Trubel der Menge verlor man sich dann jedoch recht schnell aus den Augen, so dass mein Besuch und ich dann wieder zu zweit unterwegs waren. Wir liefen einmal das (fast) komplette Fest ab, trafen hier und da ein paar Bekannte und setzten uns schließlich in einen der bewirteten Gärten. Hier gab es dann die nächsten Weisherbstschorle, einen Wurstsalat mit Pommes und Kässpätzle. (Anm.: Außerhalb der Pfalz sind 0,5l Gläser wohl eher unüblich. ;-))
Nach ausgiebigem Mahl schlenderten wir weiter auf der Suche nach Dampfnudeln mit Weinsoße. Ich war mir sicher, dass es die früher immer bei "Dissons" bzw. gegenüber gab. Hier arbeitete auch dieses Jahr wieder eine alte Freundin von mir, die mir in Sachen Dampfnudeln allerdings auch nicht weiterhelfen konnte.
Inzwischen hatte sich telefonisch noch ein befreundetes Ehepaar mit Freundin angekündigt, welche wir kurz später trafen. Alle zusammen gingen wir wieder zu meiner alten Bekannten und ließen uns bewirten. Auch hier gab es - was auch sonst - die nächsten Weisherbstschorle. Außerdem speisten wir Bratwürste und ähnliches Getier. Highlight in dieser Weinstube war allerdings ein ca. 17 jähriges Mädchen welche schon etwas torkelnderweise aus der Toilette kam, jedoch relativ koordiniert Richtung Ausgang marschierte, dann jedoch inne hielt etwas wirr ins Leere schaute und spontan zur Seite wegkippte. Um den Sturz zu verhindern setzten dann doch noch rudimentäre Reflexmechanismen bei ihr ein und sie bewegte die Beine (allerdings recht unkoordiniert) bis sie samt einem Kunststoffstehtisch recht spektakulär, man kann schon behaupten filmreif, auf den Boden fiel. Sie schaute etwas verstört, als ihr eine herbeigeeilte Bedienung wieder auf die Beine half. In der Senkrechten zurück marschierte sie dann aber schnellen und auch torkelnden Schrittes raus aus dem Hof Richtung Fest. Wir trafen sie später am Abend wieder mit einem neuen Weinglas in der Hand.
Nach 1 Uhr machten wir uns dann langsam auf den Heimweg, besorgten aber noch ein paar Mohrenköpfe und Mandeln als Marschproviant. Zu Hause angekommen fielen wir relativ schnell ins Bett und einen tiefen Schlaf. Aus diesem wurden wir aber morgens um kurz nach 8 Uhr recht unsanft gerissen, als Handwerker direkt vor meinem Fenster das Vordach über unserer Eingangstür abrissen. Also standen wir auf - weiterschlafen war sowiso undenkbar - und frühstückten. Im Anschluß fuhren wir mein Auto zum Schrottplatz. Der kleine Golf hatte nun schon 18 Jahre auf dem Buckel und war mir immer treu gewesen, aber er wird dadurch trotzdem nicht jünger. Meinem Besuch kam die Ehre zu teil, die offiziell letzte Fahrt mit dem Auto zu tätigen. Ich fuhr im Auto der Eltern voraus. Nach einem noch sehr netten Gespräch mit der Tochter des Schrottlers (Juniorchefin), die ich noch von sehr viel früher kenne, verabschiedeten wir uns von meinem ans Herz gewachsenen Golf und fuhren wieder heim.
Als nächstes ging es mit Motorrädern bzw. Motorrad und KRad aufs Hambacher Schloss, um ein Minimum an Kultur bieten zu können. Von dort oben hat man eine phantastische Sicht über die Rheinebene. Wirklich sehr schön. Im Anschluss fuhren wir in die Stadt, kauften ein Eis und schlenderten durch die Fußgängerzone. Leider fanden wir nicht die passende Sonnenmilch...
Dann fuhren wir nochmal nach Hause zum Duschen. Wieder erfrischt und duftend packten wir ein paar Steaks, Kuchen, etc. in den Rucksack, schwangen uns wieder auf die Maschinen und düsten nach Lachen-Speyerdorf auf den dortigen Flugplatz. Hier feierte ein Kommilitone aus MA seinen Geburtstag bzw. dessen Freundin ihr Staatsexamen. Wer wollte konnte auch Fallschirmspringen. Wir sättigten uns ersteinmal mit einigen Salaten und Steaks wonach die Müdigkeit deutlich in den Vordergrund trat. Daher machten wir uns bei Eintritt der Dämmerung auch schon wieder auf den Heimweg. Wir entschlossen uns, zeitig ins Bett zu gehen, um das Schlafdefizit auszugleichen jedoch trotzdem noch einen Film anzusehen.
Sonntag morgens standen wir gegen 10 Uhr auf und frühstückten im Garten. Im Anschluss machte sich mein Besuch dann startklar, da sie von ihrem motoradisierten Freund abgeholt wurde.

Alles in allem muss ich feststellen, dass es ein sehr schönes Wochenende war. Es fühlte sich alles sehr vertraut und irgendwie fast selbstverständlich und "normal" an. Ich könnte mich daran gewöhnen - zumindest an Freitag und Samstag. Ab Samstag Abend war irgendetwas... anders. Es war nichts Greifbares, aber ich empfand es so. Nunja, mal abwarten. Vielleicht überinterpretiere ich da auch was. Meinetwegen könnte ein jedes Wochende so ablaufen - zumindest mit dieser Frau. :-)

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Zuletzt bearbeitet am 14.06.2006 23:11

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